Samstag, 3. März 2018

Tutorial | Witziges Osterhuhn mit Nudelbeinen nähen

Letztes Jahr habe ich euch mein Osterhuhn gezeigt und versprochen, ein Tutorial dazu zu schreiben. Es hat ein paar Tage gedauert, aber hier ist sie: die Nähanleitung für das witzige Osterhuhn mit Nudelbeinen.

Das Hühnchen ist nicht meine Erfindung! Es kursiert in hundert verschiedenen Varianten in Blogs, Zeitschriften, Büchern und auf YouTube und besteht immer aus einem ausgestopften Tetraeder. Das Huhn ist so einfach und schnell aus Stoffresten genäht, dass auch Kinder viel Spaß daran haben. Ich zeige dir jetzt Schritt für Schritt, wie ich es nähe:


MATERIAL - Das brauchst du für ein Huhn:
  • 2 Stoffquadrate 13 x 13 cm (oder 5 x 5 Inch)
  • 1 gelbes Stoffquadrat 7 x 7 cm für den Schnabel
  • Roten Filz für den Kamm
  • 2 schwarze Perlen 4 mm für die Augen
  • 2 Jerseynudeln 20 cm lang für die Beine
  • Bastel-Füllwatte 

Für den Körper und den Schnabel brauchst du Webware, also nicht-dehnbaren Stoff. Für die Beine habe ich einen ca. 2 cm breiten Streifen Jersey eingerollt. Weil das ein bisschen wie eine Makkaroni aussieht, nennt man das auch "Jerseynudel". Besonders witzig sehen gestreifte Jerseynudeln aus.


Den Schnabel kannst du genau wie den Kamm aus Filz schneiden oder du faltest ihn aus einem gelben Stoffquadrat. Das geht so: Du faltest das Quadrat diagonal, so dass du ein Dreieck erhältst, und bügelst darüber. Dann faltest du die Spitzen aufeinander und erhältst ein kleineres Dreieck. Das wiederholst du noch einmal. Du faltest das Quadrat also insgesamt dreimal auf die Größe eines kleinen Dreiecks und bügelst dazwischen immer, um die Falten zu fixieren. Dann schneidest du das Dreieck zurecht, damit es mehr wie ein Schnabel aussieht.


Den Kamm kannst du einfach aus einem ca. 4,5 cm x 5,5 cm großen Filz-Rechteck schneiden. Die kleinen Augen-Perlen habe ich im Bastelladen gekauft und mit schwarzem Nähgarn angenäht. Du kannst alternativ zwei kurze Stecknadeln mit schwarzem Kopf hineinstecken. Meine Füllung ist waschbare Polyester-Füllwatte aus dem Nähladen.

Die Nahtzugabe beträgt 0,7 cm (oder 1/4 Inch). Du kannst die Nahtzugabe auch anders wählen, dann wird das Huhn eben etwas kleiner oder größer.

 Okay, dann kann's jetzt losgehen! Bist du bereit?


Schritt 1
Lege ein Stoffquadrat so hin, dass du auf die schöne Seite schaust. An der oberen Kante fixierst du innerhalb der Nahtzugabe den Schnabel. Die Schnabelspitze zeigt nach innen. Der Abstand A beträgt 2,5 cm. An der linken Kante fixierst du innerhalb der Nahtzugabe den Kamm. Auch hier zeigt der Kamm nach innen. Der Abstand B beträgt 2,0 cm.

Schritt 2
Dann legst du dein zweites Stoffquadrat rechts auf rechts auf das Stoffquadrat mit Schnabel und Kamm. Nähe die obere und linke Seite zusammen. Die Seiten, wo sich Schnabel und Kamm befinden, sind jetzt festgenäht.


Schritt 3
Markiere an der unteren Kante eine Wendeöffnung von 5 cm. Nähe die untere Seite bis auf die Wendeöffnung zusammen. Achtung! Hier musst du genau aufpassen, dass der Schnabel oben ist. Wenn du aus Versehen die andere Seite zusammennähst, sieht das Huhn am Ende anders aus.

Schritt 4 
Jetzt ziehst du die rechte, offene Seite auseinander, legst die Nahtzugaben aufeinander und steckst sie mit zwei Nadeln fest. Das ist die Mitte. Mach im Abstand von 2,5 cm zur Mitte zwei Markierungen für die Beine. Stecke die Jerseynudeln in den Körper, lege die Bein-Enden direkt an die Stoffkante und fixiere sie mit Nadeln oder Klammern. Anschließend nähst du auch diese letzte Seite zusammen.

Schritt 5 
Wende das Huhn auf die schöne Seite und drück mit einem Stift oder Kantenformer die Ecken heraus. Jetzt musst du es nur noch mit etwas Füllwatte ausstopfen und die Wendeöffnung von Hand mit einem Leiterstich schließen. Augen annähen und fertig ist dein Osterhuhn!


Ruckzuck hast du eine ganze Hühnerschar genäht! Wenn du Schnabel und Kamm in Schritt 1 vertauscht annähst, ist dein Huhn vorne nicht flach, sondern spitz. Dann kannst du zwar keine Nudelbeine annähen, das sieht aber auch sehr süß aus.

Ich würde mich sehr freuen, wenn dir mein Tutorial gefällt. Hinterlass mir gerne einen Kommentar. Und wenn noch etwas unklar geblieben ist, nur raus mit der Sprache! Ich beantworte gerne deine Fragen.

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Zu meinem Blogartikel "10 tolle Nähideen für Ostern" hier entlang (klick)

12 Kommentare

  1. Och das ist ja toll! Ich habe gerade gestern mir Deine Hühner angeguckt und gedacht, dass ich sie dieses Jahr unbedingt nähen möchte. Mit Deinem Tutorial wird es viel einfacher. Danke!
    Liebe Grüße
    Ania

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  2. Liebe Katharina,
    Das werd ich auf jeden Fall mal machen, die sind so schön
    LG Heike

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  3. Hallo Katharina,
    danke für das Tutorial. Verstehe ich das richtig, dass die Jerseynudeln nur gerollt sind, aber nicht genäht werden?
    LG, Britta

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    1. Ja genau. Der Jersey rollt sich von selber ein.
      Liebe Grüße
      Katharina

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  4. Sehr cool. Vielen Dank für das Tutorial. Ich hoffe, dass ich in diesem Jahr die Hühner schaffen werde. :)
    LG Diana

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  5. hej katharina,
    als ichgrad "Nudelbeine" gelesen habe,musste ich schmunzeln. na ja, du hast aber doch keine nudeln vernäht, wie es aussieht :0) die hühnchen sehen richtig toll aus und gehen bestimmt fix nachzunähen. auch aus stoffresten....vielen dank! hab noch einen schönen sonntag und ganz LG aus dänemark, ulrike :0)

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  6. Liebe Katharina,
    die Hühner sind wirklich sehr süß. Werde gleich mal in meinen Stoffresten stöbern gehen.
    Liebe Grüße Sandy

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  7. die sind sehr süss. Danke für das Schnittmuster. LG Silvia

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  8. Die sind klasse. Dankeschön für die Inspiration 😍da brauchen wir heuer auch welche LG Jasmin

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  9. Vielen Dank für die Anleitung!
    Jetzt kann ich loslegen mit dem Hühnerstall.
    Lieben Gruß
    Renate

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  10. Liebe Katharina,
    herzlichen Dank für das tolle Tutorial, ich habe es gewagt und bin begeistert. Nun hoffe ich dass sich bald ganz viele gackernde Hühner zum unserem Federvieh gesellen. Herzliche Grüße Jaylyn

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  11. angylizzy macht die "Nudelbeine" aus bunten Schnürsenkeln!

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