Mittwoch, 28. Oktober 2015

Danke! - Probenäher gefunden & kleine Überraschung für alle anderen

Ihr Lieben, mit so viel Interesse für das Probenähen hätte ich wirklich nicht gerechnet. Ihr seid ja der Wahnsinn! Vielen, vielen Dank! Eure Begeisterung hat mir jetzt noch mal einen riesengroßen Motivationsschub bei der Fertigstellung des E-Books gegeben. 


So sehr ich mich auch über die vielen Kommentare freue, so schade finde ich es natürlich, dass ich leider nicht jeden von euch in mein Probenäherteam einladen kann. Ganz ohne Frage wärt ihr alle tolle E-Book-Tester und ein großer Gewinn für mich gewesen. Ich habe alle Blogs, Facebook- und Instagram-Seiten besucht, und es war wirklich wirklich schwer, eine Auswahl zu treffen. Aber es musste ja sein.

Ich habe mich bemüht, eine möglichst bunt gemischte Gruppe aus Patchworkeinsteigern und Fortgeschrittenen zusammenzustellen. Alle, die dabei sind, haben heute eine E-Mail von mir erhalten.

Für diejenigen, die diesmal nicht dabei sein können, habe ich mir eine kleine Überraschung überlegt: eine Verlosung nur für euch! Alle, die sich bis jetzt für das Probenähen beworben haben und nicht zum Zug gekommen sind, haben die Chance 1 von 3 E-Books zu gewinnen. Ihr müsst dafür gar nichts tun. Ihr seid automatisch alle im Lostopf.

Ich hoffe, das ist ein kleines Trostpflaster.

Die Auslosung findet dann kurz nach Veröffentlichung des E-Books statt und die Gewinner/innen werden von mir benachrichtigt.

Samstag, 24. Oktober 2015

Ich suche dich! - Probenäher für mein neues Kissen-E-Book gesucht!

Juhu, mein zweites E-Book ist so gut wie fertig: eine Nähanleitung für eine Triangle-Kissenhülle. Magst du die geometrischen Spielereien mit den Dreiecken auch so gerne wie ich? Dann hast du vielleicht Zeit und Lust, mein E-Book als Probenäher/in zu testen?

Kissenhülle 40 x 40 cm

Du bist kein Patchworkprofi? Du hast dich bisher nie an so ein Patchworkprojekt herangetraut und fürchtest dich eigentlich vor Dreiecken? ... Prima! Hört sich so an, als wärst du genau die richtige Person für den Job!

Meine Anleitung richtet sich nämlich an Patchworkanfänger, nicht an Profis. Wenn du gerne mit Webware arbeitest und vielleicht schon mal ein paar Quadrate für eine Babydecke aneinander genäht hast, reicht das vollkommen aus. Aber auch wenn du schon Erfahrung im Patchworken hast, bist du herzlich eingeladen, dich für das Probenähen zu melden.

Das E-Book beinhaltet zwei Nähprojekte: eine kleine, einfache Kissenhülle im Format 40 x 40 cm und eine große, aufwendigere Kissenhülle im Format 50 x 50 cm:

1. Kleine Kissenhülle - mit Hotelverschluss (40 x 40 cm)
Die Vorderseite besteht aus 24 Dreiecken und wird nicht gequiltet. Diese Variante eignet sich für Patchworkanfänger und alle, die ein kleines Projekt und ein schnelles Nähergebnis suchen.

2. Große Kissenhülle - gequiltet und mit verdecktem Reißverschluss (50 x 50 cm)
Die Vorderseite besteht aus 40 Dreiecken und wird gequiltet. Diese Variante eignet sich für alle, die schon etwas mehr Erfahrung haben oder ein größeres Projekt suchen.


Große Kissenhülle 50 x 50 cm gequiltet (Ausschnitt)



Das solltest du sonst noch mitbringen:
Du solltest vom 28.10. bis 6.11. Zeit und Muße haben, eine der beiden Varianten probezunähen. Natürlich freue ich mich, wenn du beide Größen testen möchtest. Das muss aber nicht sein.
→ Wichtig: ein ehrliches, konstruktives Feedback, das mir dabei hilft, das E-Book zu verbessern.
→ Auch wichtig: aussagekräftige, helle Fotos von deinem Probenähergebnis und ...
→ ... deine Erlaubnis, dass ich deine Fotos im E-Book und auf meinen Verkaufsseiten als Designbeispiel zeigen darf.   

So kannst du dich für das Probenähen bewerben:
Hinterlass mir bitte bis zum 27.10. unter diesem Blogpost einen Kommentar und erzähl mir kurz, warum dich das Projekt interessiert. Am 28.10. werde ich 10-12 Probenäher aussuchen und ihnen mein E-Book per Mail zuschicken. Es wäre schön, wenn du einen Blog oder eine Facebook-Seite hättest, auf der ich mir ein paar deiner Nähwerke anschauen könnte.

Nun bin ich gespannt, ob ich dein Interesse geweckt habe und freu mich auf deinen Kommentar.

Große Kissenhülle 50 x 50 cm: Rückseite mit verdecktem Reißverschluss

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Lady Bella und 7 Dinge, die ich beim Nähen dieser Sweatjacke gelernt habe

Was habt ihr euch als kleiner Mops für später gewünscht? Popstar werden? Den Nobelpreis für Astrophysik gewinnen? Einen Swimming-Pool? Also für mich stand fest: Wenn ICH mal groß bin, dann näh ich mir eine Lady Bella von mialuna! Hihi, ich hab doch tatsächlich die Ebene der Shirts verlassen und bin jetzt im nächsten Level: Pullis, Hoodies & Sweatshirt-Jacken. YEAH! Was sagt ihr jetzt?

Sweatshirt-Jacke Lady Bella von mialuna - Passe mit Paspel

Sieben Zwerge wohnen hinter sieben Bergen, und ich hab sieben Dinge beim Nähen meiner Lady Bella gelernt. Die will ich euch jetzt erzählen. Achtung, los geht's:

1. Nicht denken, machen!

Als ich letzten Herbst in München an der lieben Christiane {chrissibag} die Lady Bella live und in Farbe gesehen habe, dachte ich: "Wow! Die Jacke sieht so toll aus, aber auch echt kompliziert und schwierig." Aber die Wahrheit ist: Du musst es dir nur zutrauen und einfach machen. So schwer ist es gar nicht!

Sehr hilfreich ist außerdem folgende Einstellung: "So, ich mach jetzt mal lauter Fehler, damit ich was draus lerne. Die Jacke ist meine allererste, die muss nicht perfekt werden. Nö, ich ärgere mich heute nicht über Fehler. Fehler sind was Gutes, und sie gehören dazu, wenn ich was Neues lernen will." - Immer diese Erwartung, dass gleich beim ersten Mal alles perfekt wird - das nervt doch echt!

2. Manchmal ist die Ovi das Biest, nicht der Jersey!

Jetzt denkt ihr bestimmt wieder: "Was hat sie denn? Sieht doch super aus!" Jaa, ich kenn euch mitterweile. Ich weiß, dass ihr die Special Effects (=Macken) nicht so seht wie ich. Tatsache ist aber, dass ich Probleme mit der Ovi hatte. Ich hab das Garn von Weiß zu Braun gewechselt - was für eine famos blöde Idee! Dabei muss ich irgendwas beim Einfädeln falsch gemacht haben. Wenn ich nur wüsste, was! Ich habe dreimal neu eingefädet, und trotzdem säumt sie immer noch nicht ordentlich, sondern lässt Schlaufen am Rand überstehen. Der Stoff wird seitdem auch nicht mehr richtig transportiert. Nach dem Overlocken sind die Teile leicht gedehnt und gewellt. Also wenn da mal einer eine Idee hätte... Meine Ovi ist eine Brother 4234D - eigentlich eine sehr feine Maschine.

Sweatshirt-Jacke Lady Bella von mialuna
Genäht in Größe 42 ohne Veränderungen am Schnitt. Wirkt hier ein bisschen schief, weil ich auf einem Bein stehe.

3. Das dicke Ende kommt zum Schluss!

Als hätte ich es geahnt, dass es hier tricky wird, habe ich mir den Reißverschluss - eigentlich eine Sache von 5 Minuten - zwei Wochen lang aufgehoben. Ich hab keine Angst vor Reißverschlüssen, aber so ein teilbarer Jacken-Reißverschluss hat mir doch Respekt eingeflößt. Die Jacke nach all der Arbeit auf die letzten Meter doch noch zu ruinieren, da hätte ich mindestens eine Tafel Trostschokolade essen müssen. Und was ist passiert? Durch das Overlocken der Jackenkanten wurde der Stoff gedehnt und dadurch länger als der Reißverschluss. Das heißt: Am Ende vom Reißverschluss war noch verdammt viel Bündchen übrig. Ungefähr 6 cm. Das sah vielleicht doof aus! Hätte ich die Kanten doch lieber unversäubert gelassen. Leider wurde mir das Ovi-Problem hier erst so richtig bewusst.

4. Nicht verzagen, Mama fragen!

"Das kannst du so nicht anziehen! Wie sieht das denn aus?", sagte das Teufelchen auf meiner rechten Schulter. "Mach dich nicht verrückt! Das soll halt so!", meinte das Engelchen zu meiner Linken. "Klapp das Bündchen einfach nach innen um und näh's dir fest!", meinte meine Mutter. Das war der beste Tipp! Mein Bündchen ist jetzt vierlagig. Geht auch, und gefällt mir eigentlich viel besser als in der breiten Variante wie vorgesehen.

Meine erste Lady Bella von mialuna - Jackentaschen und Kapuze
Am leicht gewellten Armloch und am welligen Kapuzenrand erkennst du, dass die Ovi nicht richtig gearbeitet hat.

5. Richtiges Stecken ist entscheidend!

Was ich schon bei meinem 365-Tage-Quilt festgestellt habe: Exakt zuschneiden und nähen ist das Eine, richtiges Stecken mindestens genauso wichtig! Bei meinem ersten Versuch, die Ärmel an Vorder- und Rückenteil anzustecken, stand ein Ärmel 3 cm über! Drei ganze Zentimeter war der Ärmel augenscheinlich länger als das Armloch. Noch mal die Schnittmuster aufgelegt und alles überprüft. Nee, ist korrekt! Kann doch gar nicht sein! Beim zweiten Mal habe ich nicht an einer Seite angefangen und durchgesteckt, sondern Anfang und Ende und dann abwechselnd Richtung Mitte. Und voilà, auf einmal hat's genau gepasst. Beim Stecken hast du eine Menge Spielraum. Du kannst so stecken, dass es am Ende nicht mehr passt. Du kannst durch geschicktes Stecken aber auch vieles passend machen.


6. Kapuzen sind genau mein Ding!

Ich hab schon immer gerne Kapuzenpullis und -jacken getragen. Steht mir einfach, finde ich. Jetzt weiß ich, dass auch das Nähen von Kapuzen genau mein Ding ist. Das ist überhaupt nicht schwer und macht viel Spaß, weil man so herrlich mit verschiedenen Stoffen spielen kann.

7. Eine Passe mit Paspel ist einfacher, als du denkst!

Aus diesem Grund ist auch die Passe eine feine Sache! Du kannst verschiedene Stoffe kombinieren und mit einer Paspel einen tollen Farbakzent setzen. Ich habe hier eine fertige Baumwollpaspel in Türkis genommen und war überrascht, wie easypeasy das Paspelnähen auch mit Jersey geht. Alles kein Hexenwerk! Auch das Nähen der Jackentaschen hat supergut geklappt.


8. Bonus: Lady Bella näh ich wieder!

Lady Bella ist ein toller Schnitt, den ich unbedingt noch mal nähen möchte. Wenn du schon ein bisschen Erfahrung im Nähen von Shirts oder Pullis hat, kommst du mit der Anleitung sicher gut zurecht. Hilfestellung bietet auch dieses Videotutorial, das dir im Schnelldurchlauf die einzelnen Nähschritte zeigt. Was ich beim nächsten Mal anders machen würde? - Nicht viel, nur drei Dinge: 1.) Ohne eine richtig eingefädelte Overlockmaschine leg ich gar nicht erst los. 2.) Das Bündchen wird von Anfang an schmaler zugeschnitten. 3.) Den Reißverschluss werde ich auch innen mit einem Beleg versehen. Mit der Größe bin ich zufrieden. Die Jacke ist zum Drüberziehen gedacht, und da ist die Größe sehr angenehm.

Verlinkt bei RUMS.

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Tipps & Tricks | So nähst du dir eine tolle Mozzie Bag für den Herbst

Die Mozzie Bag ist eigentlich eine leichte Sommertasche, aber mit ein paar Kniffen verwandeln wir sie im Handumdrehen in eine tolle Tasche für den Herbst. Du brauchst dazu ein paar schöne Cord- und Baumwollstoffe, Volumenvlies H 630, Klettband, einen großen Zierknopf und - wenn du magst - ein Stück Zickzackband.

Mozzie Bag - aus Cord und mit Verschlusslasche eine tolle Herbsttasche

Cord ist für mich ein typischer Herbststoff. Vielleicht weil er so weich und kuschelig ist. Wenn sich die Blätter der Bäume bunt färben, habe ich ganz viel Lust auf warme Herbstfarben: Braun, Rot, Orange. Wie gut, dass ich die perfekten Stoffe für eine Herbst-Mozzie im Schrank hatte.

Ich liebe den Cord "Lovely Flowers" von Hamburger Liebe in diesem wahnsinnig toll leuchtenden Rot. Dazu habe ich einen braunen Feincord mit beigen Pünktchen vom Stoffmarkt kombiniert. Beide Stoffe sind recht dünn und brauchten deshalb unbedingt Volumenvlies als Verstärkung. Dadurch ist die Herbst-Mozzie fester und formstabiler als die Sommervariante geworden. Wie ich sie genäht habe und ein paar Tipps & Tricks verrate ich dir jetzt:

Mozzie Bag - eine hübsche Umhängetasche für den Herbst

Tipp 1: So kommst du mit weniger Stoff aus

Wenn du nur ein 50 oder 60 cm breites Stück Cord hast, so wie ich, ist das gar kein Problem. Du kannst dir sehr gut zusammenstückeln, was du brauchst. Ich habe den braunen Cord (Teil 1) etwa 16 cm breit zugeschnitten und an mein 58 cm breites Stück roten Cord (Teil 2) angenäht. Auf der Rückseite habe ich die Nahtzugabe nach unten zum braunen Stoff umgebügelt. Als optischen Übergang habe ich ein breites, rotes Zickzackband aufgenäht.

Mozzie Bag - Tipps & Tricks: So kommst du mit weniger Stoff aus

Nun hat es wegen der langen Henkel noch nicht ganz gereicht, also habe ich oben noch einen Streifen (Teil 3) angenäht. Hier kommen wir mit einem kürzeren Reststück aus, weil die Tasche nach oben hin schmaler wird. Dass wir ein paar Zentimenter angesetzt und eine Naht haben, wird man später nicht mehr sehen, weil wir die Henkel an dieser Stelle knoten.

Tipp 2: Erst das Volumenvlies aufbügeln, dann ausschneiden

 
Jetzt bügelst du auf die linke Seite eine Lage H 630. Ich bügle das Vlies oft vor dem Zuschneiden auf meinen Stoff, besonders bei großen Taschen, weil es ordentlicher wird und man sich einen Arbeitsschritt spart. Achte unbedingt darauf, dass die Nahtzugaben flach liegen, bevor du das Volumenvlies aufbügelst! Dann faltest du den Stoff längs, legst das Schnittmuster im Bruch auf und fährst mit dem Ausschneiden fort, wie in der Anleitung beschrieben. Die andere Seite bereitest du ganz genauso vor.

Mozzie Bag - Tipps & Tricks: Die Klebekante als Markierung nutzen

Damit später auf beiden Seiten der braune Cord gleich hoch ist und sich die Nähte seitlich perfekt treffen, kannst du die Klebekante A als Markierungslinie nutzen. Du steckst das Schnittmuster also so fest, dass die Linie der Klebekante A direkt auf dem Übergang von Braun zu Rot liegt.


Tipp 3: Aus den Resten eine Verschlusslasche nähen

Nach dem Ausschneiden der Mozzie Bag bleibt immer etwas Stoff übrig, besonders zwischen den Henkeln. Diese Reststücke kannst du prima für eine Verschlusslasche nutzen. Praktischerweise sind sie ja schon mit Vlies verstärkt. Verkleinere einfach das Stoffteil aus der Mitte seitlich um 2,5 cm. So erhältst du ein schönes, abgerundetes Schnittteil für eine Lasche. Meine Lasche habe ich inklusive Nahtzugabe etwa in der Größe 12 x 13 cm zugeschnitten - einmal aus dem Außenstoff, einmal aus dem Innenstoff.

Mozzie Bag - Tipps & Tricks: Aus den Resten eine Verschlusslasche nähen

Auf den Außenstoff habe ich einen großen Zierknopf aus Holz angenäht. Auf den Innenstoff kamen zwei, ca. 6 cm lange Streifen Klettband. Die beiden Teile habe ich dann rechts auf rechts zusammengenäht und sie dabei oben an der gerade Kante zum Wenden offen gelassen. Nach dem Wenden einmal bügeln, knappkantig absteppen und die Lasche rechts auf rechts mit etwas Überstand innerhalb der Nahtzugabe auf ein Außenteil nähen. Was übersteht, schneidest du mit der Schere so weg, dass deine Lasche die gleiche Rundung wie die Taschenöffnung bekommt. Die Lasche wird dann später beim Zusammennähen miteingefasst.

Mozzie Bag - Tipps & Tricks: Verschlusslasche nähen

Die Klettband-Gegenteile positionierst du ganz zum Schluss, wenn die Tasche fertig ist, auf das Vorderteil. Nimm einen farblich passenden Unterfaden, dann fällt die Naht auch innen kaum auf. Es ist beim Öffnen und Schließen stabiler, wenn das Klettband durch Außen- und Innentasche fixiert ist, deshalb am besten zum Schluss annähen! Hier würde übrigens auch ein Streifen Klettband ausreichen. Ich hab es sehr gut gemeint mit meinem Doppelklett.

Tipp 4: Reste für ein Innenfach verwerten

Mozzie Bag - Tipps & Tricks: Reste für ein Innenfach verwerten
 
Aus dem übrigen Rest - Es soll ja nichts verschwendet werden! - kannst du dir ein praktisches Innenfach nähen. Hierfür habe ich aus dem Innenstoff-Rest ein 17 x 34 cm großes Stück zugeschnitten, rechts auf rechts zur Hälfte umgeklappt und auf eine der beiden Hälften ein Stück H 630 aufgebügelt. Zusammenähen, dabei unten eine Wendeöffnung lassen, wenden, glattbügeln und bündig zur Bodenkante auf dem Innenstoff festnähen. Fertig!


Ich empfehle, das Innenfach direkt am Boden anzusetzen, weil schwere Sachen wie z. B. ein Schlüsselbund dann später auf dem Taschenboden liegen und die Tasche ihre schöne Form behält. Das Innenfach solltest du seitlich an der Öffnung mit einer kleinen Zickzackraupe sichern, damit das Fach nicht ausreißen kann. Aus weiteren Stoffresten könntest du einen Organizer nähen - für Taschentücher, Handcreme, Stift und Notizheft und Schokoriegel, was frau eben unbedingt dabei haben muss.

Mozzie Bag - eine schöne Umhängetasche für den Herbst

Vielleicht hast du ja jetzt Lust bekommen, dir selbst eine Mozzie Bag für den Herbst zu nähen. Darüber würde ich mich sehr freuen. Du findest die ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung und das kostenlose Schnittmuster zum Herunterladen und Ausdrucken unter Tutorials & Freebies.

Falls du gerne ein paar Designbeispiele sehen möchtest, schau doch mal auf mein Pinterestboard! Dort sammle ich alle Mozzie Bags, die ich auf verschiedenen Blogs entdecke.


Verlinkt bei RUMS, Taschen & Täschchen, Kostenlose Schnittmuster-Linkparty und Cord, Cord, Cord.

Mozzie Bag - eine schöne Umhängetasche für den Herbst
  

Mittwoch, 7. Oktober 2015

work in progress - Da ist was im Busch!

Ihr wisst ja, wie das ist: Wenn's auf dem Blog ruhig wird, auf Insta kaum ein Pieps kommt, dann ist hinter den Kulissen irgendwas im Busch. Das ist so sicher wie RUMS am Donnerstag.


Auch ich bin gerade schwer beschäftigt - mit Tüfteln, Zuschneiden, Probenähen, Fotografieren und Schreiben einer neuen Nähanleitung. Ende Oktober/Anfang November möchte ich euch gerne mein zweites E-Book präsentieren. Seit gut einem Jahr habe ich dieses kleine Herzensprojekt im Hinterkopf, und jetzt muss es endlich raus.

Wenn ihr schon länger bei mir mitlest, kennt ihr vielleicht mein Triangle-Kissen. Im Rahmen der Sommer Blog Party war es vor kurzem sogar in der "Patchwork Professional" abgedruckt. Was für eine Ehre! Ich war stolz wie Oskar. Ermöglicht hat das Andrea von der Quiltmanufaktur, der ich hiermit noch mal ganz herzlich danken möchte. Nicht nur ich, auch die anderen Bloghop-Teilnehmerinnen durften in der Zeitschrift eines ihrer liebsten Patchwork-Projekte zeigen.

Ich freue mich auch, dass ich für mein E-Book einen ganz, ganz tollen Materialsponsor gefunden habe: die Eulenmeisterei, von der ich ein großer Fan bin. Wunderschöne Bio-Stoffe darf ich für meine Nähanleitung vernähen, aber bevor ich diese Schätzchen anschneide, muss natürlich alles perfekt ausgetüftelt sein. Fuchs und Chevron auf dem Foto gehören also noch zu einem meiner Probekissen.

Apropos perfekt - Ich bin kein Patchworkprofi und arbeite auch nicht daran, einer zu werden. Meine Anleitung richtet sich in erster Linie an Nähbegeisterte so wie ich, die gerne mal was Neues ausprobieren möchten. Es wird zwei Varianten und zwei Größen der Kissenhülle geben. Wichtig ist mir, dass alles ganz einfach erklärt ist und kein teures Patchworkzubehör angeschafft werden muss. 

So nun habe ich aber ganz schön viel verraten, aber ich konnte nicht länger damit warten. Ihr sollt ja wissen, warum ich mich im Moment nur einmal in der Woche melde. Nun drückt mir bitte feste die Daumen, dass ich von den fiesen Erkältungsviren verschont bleibe, die hier gerade so munter umherhüpfen, damit wir Ende Oktober mit dem Kissennähen anfangen können.

Für morgen habe ich etwas Besonderes vorbereitet. Ich freue mich schon. Ich habe eine herbstliche Mozzie Bag aus Cord genäht - im Moment meine absolute Lieblingstasche. Ich verrate euch ein paar Tipps und Tricks, wie ihr euch selbst auch eine Herbst-Mozzie nähen könnt. Noch einmal schlafen, dann darf ich auf "Veröffentlichen" klicken. Ich bin gespannt, was ihr sagt. 

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Buchtipp & Give-away | Wie du mit deinem DIY-Blog Geld verdienen kannst von Julia Bräunig

Hand aufs Herz! Welcher DIY-Blogger wünscht sich nicht, mit seiner Webseite auch ein bisschen Geld zu verdienen? - Nein, der Blog ist dein Hobby, sagst du? Du möchtest damit gar kein Geld verdienen? Und wie sieht's mit Vergünstigungen und Geschenken aus? Ich denke da ans beliebte Probenähen, ans Testen von Nähmaschinen, gesponserten Stoff, Buchrezensionen oder Gratis-Tickets für Kreativmessen und Veranstaltungen. Für all diese Sachleistungen revanchieren wir uns mit Blogartikeln und Links auf unseren Webseiten. Also mit Werbung. Ich behaupte jetzt mal ganz frech: Es gibt kaum einen DIY-Blog ohne Werbung.

Werbung auf Blogs wird aber von vielen kritisch gesehen und ist ein heikles Thema, denn es stellt die unabhängige, ehrliche Meinung des Bloggers in Frage. Und das ist natürlich schon ein Problem. Für mich kommt es sehr darauf an, wie und in welchen Maßen Werbung eingebunden wird, ob es eine glaubwürdige, echte Empfehlung ist, die hundertprozentig zum Blog passt. Ich möchte, dass Werbung immer gekennzeichnet ist und dass der Blogger frei in seiner Meinung bleibt. Auch kritische Töne müssen erlaubt sein. Für ein paar Mäuse verbiegen? Nein danke!


Dass Blogger mit ihrem Blog Geld verdienen möchten, unter anderem durch Werbung, finde ich absolut verständlich. Wir stecken so viel Zeit, Energie, Hirnschmalz, Herzblut und auch Geld in unseren Blog hinein, warum denn keine guten Partnerschaften suchen, die neue, spannende Projekte ermöglichen? Warum eigentlich nicht ein paar Cent verdienen mit einem Link, den wir sowieso unseren Lesern empfohlen hätten, weil wir schon lange Kunde dieses Unternehmens sind? Was ist eigentlich so verwerflich und anrüchig daran, eine Finanzspritze für das teure Hobby zu erstreben oder - ambitionierter - mit seiner (Blog-)Arbeit Geld zum Leben verdienen zu wollen? Das heißt ja nicht, dass man als Blogger gleich seine Seele verkaufen muss.


Wie du siehst, beschäftigt mich das Thema, und zwar seit mein Blog aus den Kinderschuhen raus ist, seit ich immer mehr Wochenstunden in lange Posts und Tutorials stecke und immer öfter auch Kooperationsanfragen in mein Mailfach flattern. Natürlich ist vieles davon ein schlechter Scherz, blöde Massenmails und völlig unpassende Angebote wie bei anderen Bloggern auch, aber es sind eben auch interessante Vorschläge dabei. Deshalb war ich ganz begeistert, als ich auf Julias Blog Kreativlabor Berlin las, dass sie zu diesem Thema ein E-Book geschrieben hat und auf der Suche nach Testlesern ist.

Ich bewerbe mich ja wirklich selten aus eigener Initiative für Produkttests. Die paar Male, bei denen ich für liebe Bloggerfreunde ein E-Book/Freebook probegenäht habe, wurde ich fast immer angesprochen. Aber DIESES Buch - Wie du mit deinem DIY-Blog Geld verdienen kannst - wollte ich unbedingt lesen. Endlich erzählt da mal ein Profi, der selbst ein erfolgreiches Online-Business hat und was von Marketing versteht, aus dem Nähkästchen. Endlich lässt sich mal ein Blogger in die Karten gucken, gibt Tipps und beantwortet mir meine Fragen. Das war jedenfalls meine Erwartung. Also habe ich mich gemeldet, und zu meiner großen Freude durfte ich das 160 Seiten starke E-Book tatsächlich vorab gratis probelesen. Das Schreiben dieses Blogposts war übrigens keine Bedingung dafür.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Das E-Book gibt einen sehr umfassenden, fundierten Überblick über Einnahmequellen für Blogs - von Bannerwerbung, Affiliateprogrammen und Sponsored Posts über Autorentätigkeiten, Buchverträge, Jobs als Workshopleiter/-in auf DIY-Messen bis zum Verkauf eigener Produkte wie z. B. Nähanleitungen. Julia hat innerhalb von zwei Jahren aus ihrem Blog ein Business gemacht, von dem sie mittlerweile ihren Lebensunterhalt bestreiten kann. Respekt! Sie weiß also, wovon sie spricht, und das macht das Buch so wertvoll. Keine graue Theorie, sondern eigene Erfahrungswerte, ganz konkrete Beispiele und sehr ehrliche Einblicke eines erfolgreichen Profis.



Aber es geht im Buch nicht nur um Einnahmequellen, es geht auch um die Grundvoraussetzung: Einen tollen, professionellen Blog auf die Beine zu stellen, für den du brennst. Was man bei seinem Bloglayout beachten sollte, wie man einen eigenen Stil entwickelt und seine Marke aufbaut, wie wichtig eine „Über mich“-Seite ist und was unbedingt in ein Media Kit hineingehört – Das alles wird ausführlich besprochen. Obwohl vieles in diesem Kapitel nicht neu für mich war, hat mir doch auch dieser Teil des Buches eine Menge Denkfutter gegeben, auf dem ich noch eine Weile kauen werde.

Ungeheuer interessant für mich auch Kapitel 2: Professionelle DIY-Anleitungen erstellen. Kaum ein erfolgreicher DIY-Blogger kann allein von Bannerwerbung und Affiliate-Links leben. Die meisten verdienen ihr Haupteinkommen durch eigene Produkte und Dienstleistungen wie DIY-Anleitungen und Schnittmuster. Auch ich weiß seit meinem E-Book Mug Rug Fietsi Fuchs und der Mozzie Bag, dass ich mich gerne in diese Richtung weiterentwickeln möchte. Julia gibt zu diesem Thema viele Ratschläge, zeigt Beispielseiten ihrer eigenen DIY-Anleitungen und nennt diverse Schnittmuster-Software. Das Tolle ist, sie nennt sie nicht nur, sondern verlinkt sie auch gleich. Das ganze E-Book ist gespickt mit mehr als hundert Links, die dich mit einem Klick direkt zu Webseiten weiterleiten. Dort findest du noch mehr Informationen, Hintergrundwissen und Beispiele. So wird das Buch zum Nachschlagewerk, das auch nach dem ersten Lesen noch lange nützlich ist.

Eine Eins mit Sternchen gibt es für das Bonus-Material am Ende des Buches. Als begeisterte Leserin von guten Interviews habe ich förmlich aufgesogen, was DIY-Blogger wie z. B. Bine von was eigenes oder Anita von frau scheiner über ihren Umgang mit Unternehmen erzählen. Es ist interessant, welche Art von Kooperationen sie eingehen und welchen Stellenwert diese Blog-Einnahmen für sie haben. Aber auch die andere Seite, die Unternehmersicht, kommt zu Wort, was fast noch spannender ist: Luisa von Luloveshandmade, bei DaWanda für die Blogger Relations zuständig, verrät, nach welchen Kriterien sie Blogs für eine Zusammenarbeit auswählt. Katrin von makerist, Nadine von Alles für Selbermacher, Daniela von Snaply und Michelle von Wunderpop erzählen im Interview, worauf DIY-Blogger achten und was sie mitbringen sollten, wenn sie eine Kooperation anstreben.



Das Verhandeln mit Kooperationspartnern will gelernt sein. Du bekommst eine Anfrage, das Angebot klingt interessant, und nun wirft dir das Unternehmen den Ball zu und fragt dich nach deinen Preisen. Oha, ach herrje! Was ich wohl verlangen kann? Was wird das Unternehmen bereit sein zu zahlen? Mach ich mich lächerlich mit meiner Forderung? Aber ich will mich ja nicht unter Wert verkaufen und meine Arbeit verschenken. Was antworte ich denen bloß? - Als Greenhorn ist man da leicht überfordert. Gut, dass Julia auch hier Infos und Vergleichsbeispiele an die Hand gibt, die dabei helfen, den eigenen Marktwert einzuschätzen und realistische Preise zu kalkulieren. Wichtig in diesem Zusammenhang sind natürlich die eigene Reichweite, die Zahl der Seitenaufrufe und Blog-Besucher. Auch darüber wird im E-Book ausführlich gesprochen.

Natürlich muss jeder Blogger seine eigenen Erfahrungen machen und selbst entscheiden, welche Einnahmequellen ihm zusagen und ob er seinen Blog überhaupt monetarisieren möchte. Du musst selber wissen, welche Werbeplakate du an deine Blogwand hängen möchtest. Du wählst aus, zu welchen Shops du deine Leser schickst und wofür du deinen guten Namen hergibst. Das Buch Wie du mit deinem DIY-Blog Geld verdienen kannst von Julia Bräunig ist ein gut recherchierter, verständlich geschriebener, proppenvoller Ratgeber, der dir dabei helfen kann, diesen individuellen Weg zu finden. Ich bin begeistert und mache sehr gerne Werbung für dieses Buch.



Teilnahmebedingungen

Ich freue mich sehr, dass Julia mir auf meine Anfrage hin ein Exemplar ihres E-Books zur Verfügung stellt, das ich unter meinen Lesern verlosen darf. Wenn du in den Lostopf hüpfen möchtest, schreib mir bis zum 04.10.15 einen Kommentar unter diesen Post und verrate mir, warum du das Buch gerne gewinnen würdest. 

Am 05.10.15 lose ich unter allen Kommentaren per Zufallsverfahren die Gewinnerin oder den Gewinner aus und nenne sie/ihn unter diesem Post. Bitte hinterlass mir im Kommentar unbedingt auch eine Kontaktmöglichkeit, damit ich dich über deinen Gewinn informieren kann. Am Gewinnspiel teilnehmen kann jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


* Die Grafiken in diesem Artikel hat mir Julia freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Der Artikel enthält Werbung.