Montag, 30. September 2013

Unterwegs im Stoffdschungel

"Na, wo gehst du denn so schick hin?",  fragte mich am Sonntagmorgen mein Vater, als ich im Jersey-Jackett mit Ansteckblume in mein Auto stieg. "Ich bin geschäftlich unterwegs!" war meine fröhliche Antwort. Ja, Stoffmarktbesuche sind neuerdings Geschäftstermine! *grins*...  Praktisch, oder? Schließlich habe ich ja vor kurzem mein Kleinunternehmen gegründet. Deshalb kommt es jetzt auch nicht mehr in Frage, wie ein Suchti im Rausch dreißig verschiedene Halbmeter-Stoffe zu kaufen, die 1. nicht zusammenpassen und 2. für kein konkretes Projekt gedacht sind... Tsss, Anfängerfehler! *winkab*


"Verkauf ist gut, guter Einkauf ist besser", schrieb Bine einmal in ihrer tollen Rubrik "Aus dem Leben einer Online-Shopbetreiberin". Mit diesem Satz im Hinterkopf machte ich gestern sehr viel weniger Dummheiten als bei meinem ersten Stoffmarktbesuch. Ich habe mir einen Überblick verschafft, die Angebote besser verglichen, mich weitgehend an meine Einkaufsliste gehalten und mir Quittungen ausstellen lassen. So weiß ich auch heute noch, wie viel ich für welchen Stoff ausgegeben habe und kann auch mal online nachordern. Die EC-Karte blieb hübsch im Portemonnaie, auch wurde das Budget diesmal nicht komplett ausgegeben. Könnt ihr das glauben, bei all den wunderschönen Verlockungen?... Ja, als "Businessfrau" muss man sich in Selbstdisziplin und Coolness üben. *grins*

Auf dem Foto mein Einkauf, der mich gar nicht cool lässt, sondern schon jetzt heiß geliebt und zum Teil auch für eigene Projekte verwendet wird: streichelzarter brauner Cord, uni und gepunktet, aus dem ein Rock werden soll... Ich habe ja bei den Langeneßern noch was gut zu machen, gell Sabine!? *zwinker*... Jeansstoff... bewährte einfarbige Stoffe... orangefarbener Lieblings-Chevron... ahh, und diese japanischen Schönheiten mit Seerosen, Wasserläufern und Flusspferden, auf denen rosa Vögelchen sitzen! *schmacht*...  Knöpfe aus Holz und Kokosnuss... Webbänder... und ein tolles Schnäppchen: der lila Fische-Stoff... Leider ist meine Suche nach günstigen Qualitätsreißverschlüssen erfolglos geblieben. Wenn da mal jemand einen Tipp für mich hätte... Den würd' ich glatt knutschen! *zwinker*

PS: Danke übrigens für eure vielen, lieben Mitfreu-Kommentare am letzten Freutag!

Freitag, 27. September 2013

Hallo Schätzchen ! Wo warst du denn so lange?


Muss ich zu diesem Bild noch mehr sagen?... Ich schwebe im siebten Himmel. Da hüpfen die lang gehegten Jerseys ja beinahe von selbst aus dem Regal, um in Joanas, Elaines, MaSunjes und Karlas verwandelt zu werden...  Sobald auch das Overlockgarn angekommen ist, wird alles zusammengebaut, eingefädelt und dann geht's los! Jippie...

Falls ihr auch auf eine Overlockmaschine spart und euch noch ein paar Scheinchen fehlen, kann ich euch einen heißen Tipp geben: Vertickt den alten, hässlichen Goldschmuck, der sicher auch bei euch irgendwo in einer Schublade herumliegt! Natürlich keine Ketten und Ringe, an denen euer Herz hängt, sondern den ollen Kram, den man in den 80ern mal getragen hat und der sicher nie wieder modern wird. Auch wenn jeder Anlageberater die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, weil wir in Zeiten wie diesen unsere "Goldvorräte" auflösen... Mit einer Overlockmaschine kann ich im Moment sehr viel mehr anfangen als mit güldenen Ohrhängerchen und protzigen Siegelringen.

Falls ihr wissen wollt, wer heute noch vergnüglich "Oh happy day! " singt,
schaut doch mal beim Freutag vorbei.

Donnerstag, 26. September 2013

beauty is where you find it / #78 Fundstücke



Im Gegensatz zu anderen Sachensuchern, die Geldscheine, silberne Armbändchen und andere Kostbarkeiten einfach so auf der Straße liegen sehen, muss ich Guck-in-die-Luft schon mit einem GPS-Gerät losgehen, um einen Schatz zu finden... Monsieur Quasimodo fanden wir nicht in Notre-Dame, sondern während unseres Radurlaubs in einem Cache am Waldrand nahe Donaueschingen. Unter Einsatz unseres Lebens bargen wir ihn aus einer Plastikkiste, die sich inmitten eines Bogenschieß-Parcours befand... Mehr Fundstücke bei Frau Pimpinella.

Mittwoch, 25. September 2013

Mittwochs mag ich: Äppelschräubchen und Herbstzauber


Wenn es heißt: "Kind, am Mittwoch gibt's Grießsuppe und Äppelschräubchen. Hast du Lust zu kommen?", muss ich nicht zweimal überlegen. Wer könnte jemals "Nein" zu  Apfelpfannkuchen sagen? ... Wenn ihr ein paar Äpfel im Haus habt, dazu 2 Eier, 2-3 Esslöffel Zucker, ein bisschen Milch und Mehl, Vanillezucker und ein klein wenig Backpulver, könnt ihr euch auch ganz schnell Omas "Äppelschräubchen" backen. Sehr lecker! ... Was andere an diesem Herbstmittwoch so lieben, erfahrt ihr bei Frollein Pfau!

Dienstag, 24. September 2013

Donau-Radreise 2 - Mit Sack und Pack

Zwei Paar Turnschuhe, 3 Radshirts, Fleecejacke, Schweizer Taschenmesser, Mini-Gewürzstreuer, GPS, Sonnencreme - Nur ein kleiner Ausschnitt der langen Packliste für unsere zehntägige Donau-Radreise im August. Obwohl wir nach dem ersten Probepacken noch einmal kräftig reduziert hatten, belief sich unser Tagesgepäck mit Trinkwasserversorgung auf schlappe 35 Kilo! Eine Menge Zeug! ... Sieht man gar nicht, oder?


Armer Kerl! ... Die Frau fährt gemütlich mit zwei mittelgroßen Seitentaschen und einem Ortliebsack voll leichter Regenkleidung, während sich der Mann hinten und vorne schwer beladen abstrampeln muss. Aber da das männliche Wesen von Natur aus mit mehr Beinmuskeln (und nebenbei bemerkt auch mit schönerem Bindegewebe) ausgestattet ist, hielt sich mein schlechtes Gewissen in Grenzen... Und nicht dass jetzt hier eine(r) denkt, der arme Mann müsse vor allem mein Gepäck durch die Gegend karren - von wegen fette Schminktasche, Extrapaar Schuhe und sonst welchen Ladyluxus... Nix da! Ich hatte ja nicht mal einen Fön dabei! Die Langhaarigen unter euch wissen, was das für ein Verzicht war.


Man kann auf vieles verzichten. Irgendwann erlebt man das Wenige nicht mehr als Mangel, sondern in befreiender Weise als Bereicherung. Worauf wir beim Radfahren seit einiger Zeit nicht mehr verzichten möchten, ist ein Helm auf dem Kopf. Ich bin mir manchmal nicht sicher, ob diese Helmhysterie nicht ein wenig übertrieben ist, schließlich sind wir alle auch ohne Helm gut groß geworden und nie unter die Räder gekommen. Aber mittlerweile kennt ja fast jeder jemanden, der schon einmal einen Fahrradunfall hatte.


Das Wetter war durchwachsen. Am ersten Urlaubstag schüttete es wie aus Eimern, aber danach folgten fünf wunderbare Genießertage mit blauem Wölkchenhimmel und Sonne satt. Nach etwa einer Woche zog ein hartnäckiges Tief von Osten heran. Wir waren schon fast entschlossen, die Heimreise anzutreten, als uns überraschenderweise doch noch ein Sonnentag geschenkt wurde. Glücklich über diesen Bonus traten wir noch einmal kräftig in die Pedale und schafften an unserem letzten Urlaubstag sage und schreibe 96 Kilometer! Rekordverdächtig am nächsten Morgen auch unser Muskelkater!


Verbissen durch den Regen radeln, frierend, mit Regencapes, die einem nass um die Ohren klatschen, nur um Kilometer zu schrubben - das ist nicht unser Ding! Wir sind Genussfietser. Es wäre auch jammerschade um den wunderbaren Weg entlang der Donau. So vieles gibt es zu entdecken, wenn man Zeit und Muße hat, zu schauen und die Eindrücke in sich aufzunehmen: die faszinierende Landschaft, die sich mit dem Flusslauf stetig ändert, das Durchbruchstal, die steilen Felshänge, die weiten Ebenen,...  Aber davon erzähle ich ein andermal.


Fast 400 Kilometer sind wir insgesamt geradelt! Nicht schlecht für zwei Freizeitradler, die sich vorgenommen haben, innerhalb der nächsten Jahre das Schwarze Meer per Fahrrad zu erreichen. Dabei hatten wir gleich am ersten Tag ein Riesenpech! Nein, keinen Platten. Ersatzschläuche hätten wir sogar dabei gehabt. Schlimmer!... Nach einem unglücklichen Schaltmanöver am Berg hatte meine Gangschaltung einen Hau weg. Mein Fahrrad krachte, knackste und schaltete nicht mehr richtig. Gut, dass ich einen technisch begabten Mann an meiner Seite habe, der die Zuversicht verbreitete: "Das kriegen wir schon wieder hin." Mr. Greenfietsen fand schnell heraus, dass ein kaputtes Kettenglied der Übeltäter war... So, und nun holt mal bitte alle eure Brillen heraus, damit ihr das überhaupt erkennen könnt:


Unglaublich, dass so eine kleine Macke eine solche Auswirkung haben kann! ... Und da die Sonne heute Mittag mal zaghaft herausblinzeln soll - sagt der Wetterbericht jedenfalls - werde ich mich nachher auf mein Fahrrad schwingen und einkaufen fahren. Drückt die Daumen, dass die reparierte Kette weiterhin gut hält! ... 

Falls ihr gerade Zeit habt und mit einem Kaffee gemütlich am Computer sitzt, schaut doch mal bei den Dienstagskreativen vorbei. Ich bin zwar heute nicht mit von der Partie, aber viele andere Kreativ- und Nähbloggerinnen zeigen dort wieder ihre neuesten und schönsten Werke.

Montag, 23. September 2013

Ay caramba!... Die Gewinner stehen fest!

Deutschland hat gewählt, die Losfee hat gezogen... Pünktlich zum Herbstanfang gestern ging unsere gemeinsame Sommer-Armbändchen-Linkparty zu Ende. Ich finde, wir haben alles gegeben, um dem Sommer noch ein paar Sonnenstrahlen abzutrotzen - so viele tolle Armbänder habt ihr verlinkt! 50 Stück an der Zahl! ... Vielen lieben Dank, dass ihr euch von meiner Idee habt anstecken lassen und so zahlreich mitgemacht habt!!!



Nein, keine bunten Lockenwickler! Das sind eure Lose!  Ich habe jeden Beitrag, bis auf meine eigenen natürlich, als Zahl auf einen kleinen Zettel geschrieben, zusammengerollt und in eine Garnrolle gesteckt. 50 kleine Garnrollen hüpften fröhlich im Lostopf umher und warteten gespannt auf die Glücksfee.



"Du kannst kommen!"... Die Glücksfee saß gerade lesend auf der Couch, als sie, also eigentlich ER, von der aufgeregten Linkparty-Gastgeberin zur Losziehung in den Garten gebeten wurde. Gewissenhaft hat Mr. Greenfietsen erst einmal ordentlich geschüttelt, gerührt und gemischt, bevor er mit zum Himmel geschlossenen Augen hintereinander drei Garnrollen zog. Die erste war eine blaue, in der das Zettelchen mit der 27 steckte...


ambaZamba!!! Herzlichen Glückwunsch, liebe Jana! Das monstermäßige Wickelarmband mit der Nummer 27 hat dir Glück gebracht! Ein Fat Quarter des "Simply Apples" und ein Stück girls & friends-Webband gehören nun dir!

Für das zweite Päckchen mit Chevron-Stoff und Tulpen-Webband fischte die Glücksfee eine graue Garnrolle aus dem Lostopf. Darin die Nummer 5! Schnell in der Linksammlung nachgeschaut... Elli, das ist dein Armbändchen!... Glückwunsch, Nähliesel!!! 

Last but not least... grün, Nummer 47... Die neue Besitzerin des Blümchentraums in Türkis... Und das ist pedilu! Auch dir gratuliere ich ganz herzlich!


Jana, Elli, pedilu - Ihr hört bald von mir!... Alle anderen bitte nicht traurig sein! Ihr wisst ja, im Bloggerland wartet an fast jeder Ecke eine neue Chance, etwas zu gewinnen. Auch bei mir gibt es ganz sicher mal wieder ein Gewinnspiel! Ich hoffe sehr, ihr seid dann wieder dabei.

Donnerstag, 19. September 2013

Mein quietschvergnügtes Gute-Laune-Stiftemäppchen



Wartet ihr auch ganz sehnsüchtig auf den goldenen Herbst? Das Trübe-Tassen-Wetter da draußen fühlt sich ja mehr nach November als nach September an! Puh!... Da hilft nur eins: Viel Farbe! Besonders in der dunklen Jahreszeit umgebe ich mich gerne mit schönen, bunten Dingen, die mein Auge erfreuen und mir ein Lächeln auf's Gesicht zaubern. Mein fröhlich buntes Herz-Schlamperle von Farbenmix schafft das sehr gut.



Manchmal steckt ja ein kleiner Monk in mir. Das muss ich schon zugeben. Ich liebe es, wenn Seiten- und Bodennaht nach dem Wenden perfekt aufeinander treffen, wenn die Naht kerzengerade ist und der Träger sich haargenau dort befindet, wo er auch hingehört. Ich erinnere hier dezent an Helene. Worauf ich eigentlich hinaus will: Mit meinem bunten Stiftemäppchen bin ich rundum zufrieden. Ich hab' nix dran auszusetzen. Es ist perfekt!!! ... Okay, mal abgesehen davon, dass ich das Schnittteil falsch herum auf den rot gepatchten Stoff gelegt habe und die Tulpen und Pusteblumen nun Kopf stehen, so als hätte ich sie zum Trocknen aufgehängt... Aber meine Güte... das stört doch keinen großen Geist! *zwinker*


Leute, die keine Stickmaschine ihr Eigen nennen können, müssen sich schon mal mit ein paar lustigen Buttons behelfen. Dieser freche Pumuckel hier bringt mich immer wieder zum Lachen. Aufgrund meiner Spiegelneuronen bin ich natürlich gezwungen, zu reagieren und dem Kerl auch öfter mal die Zunge rauszustrecken. Ich hoffe, es hat mich noch keiner dabei gesehen. *lach* Apropos "Sehen und Gesehen werden", heute ist mal wieder RUMS, und natürlich will ich mit meinem Mäppchen dort mitmachen und schauen, was andere verrückte Hühner so präsentieren. Wir sehen uns!

Kleiner Nachtrag: Aus Bildern und Text geht offensichtlich nicht deutlich genug hervor, dass es sich hier um ein einziges Mäppchen mit zwei Seiten handelt - die eine Seite rot/gelb, die andere blau/grün. ;-)

 
***** Noch drei Tage Zeit, um in den Lostopf zu hüpfen! *****

Mittwoch, 18. September 2013

Mittwochs mag ich: Ode an die Tasche !

Lange davon geträumt, endlich realisiert: Damit meine Lieblingstaschen nicht in den Tiefen des Blogarchivs verschwinden, habe ich ihnen eine Ehrengalerie eingerichtet. 
Ihr findet sie oben in der Startleiste.


Ein zweiter Grund zur Freude:
Endlich habe ich PicMonkey ausprobiert und finde das Ergebnis gar nicht schlecht.
Was andere an diesem verregneten Mittwoch mögen, seht ihr bei Frollein Pfau:

Montag, 16. September 2013

Getaggt ! Miss MiFeFe fragt, ich antworte...

Kurz bevor wir in den Urlaub aufgebrochen sind, wurde ich von der lieben Miss MiFeFe getaggt. Ich habe mich riesig darüber gefreut, schließlich ist das Taggen so eine Art Aufnahmeritus in die Bloggergemeinschaft. Und klar will ich dazugehören!


10 Fragen hat Miss MiFeFe mir gestellt. 10 Fragen darf ich anschließend 10 anderen Bloggern stellen. Diese Blogger sollten nicht mehr als 200 Followers haben. Wer mehr Leser hat, ist ja ganz offensichtlich in der Bloggerwelt bekannt wie ein bunter Hund und muss nicht mehr rituell aufgenommen werden. Zurücktaggen ist übrigens nicht erlaubt. Miss MiFeFe, du bist also sicher vor mir! *zwinker* ... So weit also die Spiel-... äh, Aufnahmeregeln! Ich hoffe, es ist nicht gegen die Regeln, die Fragen in etwas anderer Reihenfolge zu beantworten...

Hier meine Antworten auf Miss MiFeFes Fragen:

1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?
Angefangen hat es mit der Suche nach Nähanleitungen und -videos im Netz. Ich wurde begeisterte Leserin verschiedener Blogs - Pattydoo, Hamburger Liebe, Luzia Pimpinella und viele andere. Ich selbst nutzte damals meine private Facebook-Chronik, um meine genähten Sachen der Familie und Freunden zu zeigen. Aber die Möglichkeiten auf Facebook sind doch sehr beschränkt, und so wuchs immer mehr der Wunsch, selbst ein Blog ins Leben zu rufen. ... Bei der Gelegenheit zeige ich euch mal ein Foto von meinem "Näh-Album" aus Prä-Blogger-Zeiten, quasi mein "Offline-Block". In diesem Album gibt es zu jedem Nähprojekt eine Erinnerungsseite mit eingeklebten Fotos und Stoffstücken zum Befühlen. Ich habe am Anfang meiner "Nähkarriere" das meiste verschenkt und dadurch das Bedürfnis gehabt, eine kleine Erinnerung von meinen Projekten zu bewahren. Heute leistet das mein Blog, und das Näh-Album wird nicht mehr weitergeführt.


2. Wie bist du auf den Namen deines Blogs gekommen? 
Oh je, das war nicht einfach. Ich habe eine ganze Weile dafür gebraucht, denn der Name war mir immens wichtig.  Ich bin ein sehr assoziativer Typ, der viel in Bildern und Geschichten denkt. Ich brauche zum Beispiel immer erst die Überschrift, bevor ich einen Text schreiben kann. Das grüne Fahrrad ist für mich ein Sinnbild, mit dem ich mich identifizieren kann. Ich bin begeisterte Radfahrerin und habe eine sehr große Schwäche für Grün. Ich bin wirklich glücklich, dass mir eines Morgens wie hier beschrieben die Wortschöpfung "greenfietsen" eingefallen ist, denn zwei Wochen lang hatte ich alles Mögliche im Netz ausprobiert - fast alles gab es schon! 



3. Wie oft bloggst du?
Ich blogge etwa zweimal pro Woche, fast immer dienstags und donnerstags. Manchmal fällt mir spontan etwas ein, dann poste ich auch mal außer der Reihe. Parallel führe ich meine greenfietsen-Fanpage bei Facebook, die ich auch zwischendurch mal mit Neuigkeiten füttere.

4. Ohne was kannst du nicht leben?
Ohne meinen Mann. Er ist der Beste.... Wer sonst sollte denn meine Fahrradkette reparieren, Getränkekästen heimschleppen und sonntagmorgens mein heiß geliebtes Dinkelbrötchen "jagen"? *grins*


5. Bei welcher Süßigkeit wirst du schwach?
Schokolade, am liebsten Zartbitter!  Ich brauche täglich ein Stückchen, oder zwei, oder drei,... Letztens hat mir meine Mutter mit Zartbitter-Schokolade überzogene Salzbrezeln geschenkt. Woah, lecker!!! Ich hätte euch ja gerne ein Foto davon gemacht, aber sie waren leider schon weggefuttert. *lach*

6. Bist du eher der Kaffee- oder Tee-Typ?
Eindeutig Tee!!! Pfefferminz, Roiboos, grün, schwarz, mit Früchten. Tee liebe ich in allen Variationen. Kaffee trinke ich nur ausnahmsweise mal, wenn die Oma Geburtstag hat, dann mit ganz viel Zucker.


7. Hast du schon mal bei einer Linkparty mitgemacht?
Oh ja. Linkpartys sind doch das Salz in der Blogsuppe. Sie bieten eine prima Gelegenheit, viele tolle Blogs kennen zu lernen und sich selbst bekannt zu machen. Die Krönung ist eine eigene Linkparty. Meine Sommer-Armbändchen-Linkparty hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, und ich freue mich auf die Verlosung in ein paar Tagen.

8. Wieviel Zeit hast du für deine kreative Ader?
Wie den meisten Nähbloggerinnen geht es auch mir so, dass ich mehr kreative Ideen als Zeit habe. An meinem Zeitmanagement kann und muss sich noch einiges verbessern. Ich bin gespannt, wie es sich weiterentwickelt, wenn ich demnächst meinen kleinen Shop eröffne. Wohl oder übel werde ich dann solche langen Blogposts wie diesen nur noch selten schreiben können. Denn auch der Blog ist selbstverständlich ein Zeitfresser. Aber einer, auf den ich nicht mehr verzichten möchte!


9. Hast du dich schon mal mit anderen Bloggern persönlich getroffen?
Nein, dazu hatte ich noch keine Gelegenheit. Aber das könnte ich mir für die Zukunft durchaus vorstellen. Denn durch das Kommentieren und durch E-Mail-Kontakte freundet man sich an, und natürlich wächst dadurch das Interesse, sich auch offline einmal zu begegnen.

10. Welche Hausarbeit hasst du am meisten?
Seitdem unsere Fensterputz-Gutscheine von der Hochzeit aufgebraucht sind: Fensterputzen! Aber auch Einkaufen macht mir in letzter Zeit wenig Spaß. Das könnte sich eventuell ändern, wenn im Supermarkt mehr Stoffe neben Äpfeln, Kartoffeln und Eiern liegen würden. *lach*


Und nun bin ich an der Reihe, 10 Fragen zu stellen...


Meine Fragen möchte ich gerne folgenden, geschätzten Bloggerkolleginnen stellen:

1. Katja von Junibacken
2. Christiane von Chrissibag
3. Leene von Spunkynelda
4. Anne von ann und für sich
5. Veronika von Tag für Ideen
6. Heike von heikchen's kram
7. Jule von Jule macht was
8. Katrin von Das Beste was passieren kann
9. Alex von launenland
10. Anja von Inselprinzessin

Ihr Lieben, auf euren Blogs konnte ich nicht ersehen, ob ihr schon einmal getaggt worden seid. Deshalb versteht es als nett gemeinte Einladung, die gerne auch abgelehnt werden darf. Falls ihr mitmacht... Wunderbar! Ich freue mich schon sehr auf eure Antworten!!! ... Das Bild mit den 10 Fragen könnt ihr gerne auf euren Blog mitnehmen.

Donnerstag, 12. September 2013

Sommer, bleib !!! ... Blogger-Armbändchen & Verlosung


Der Sommer neigt sich dem Ende zu und mit ihm meine Armbändchen-Linkparty. Am 22.9. ist Schluss. Höchste Eisenbahn, den letzten genähten, gehäkelten oder geknüpften Armschmuck zu verlinken! Habt ihr noch etwas zum Zeigen? ... Vielleicht lässt sich der Sommer ja von ein paar hübschen Armbändern zu einer kleinen Zugabe überreden. Ich versuche es mit meinen geknüpften Schätzchen, die doch wirklich ganz laut Sommer rufen, oder? 


Eigentlich wollte ich diese Armbändchen ja während unserer Donau-Radtour knüpfen. Ich hatte mir extra ein schönes Handarbeitsmäppchen für die Reise genäht. Aber wie so oft kommt es anders, als man denkt. Keine Zeit, keine Lust, kein Elan. Exakt zwei Reihen habe ich im Urlaub geschafft. *lach*


Umso eifriger war ich letztes Wochenende, das bei uns recht verregnet ausfiel. Das Fischgrät-Armband habe ich nach der Anleitung aus der aktuellen Mollie Makes (6/2013) geknüpft. Das Blogger-Armbändchen ist eine Eigenkreation. Mit Buchstaben und Farbverläufen will ich unbedingt noch weiter experimentieren.

Die Inspiration zum Chevron-Bändchen mit Peace-Anhänger stammt von Frau Hamburger Liebe. Dieses Muster hat es mir besonders angetan. Es sieht toll aus, und das Knüpfen macht wegen der Richtungswechsel unheimlich viel Spaß. Auch die Sache mit den Schmuckverschlüssen finde ich klasse und wird noch nachgeholt. Kleiner Tipp: Schneidet die drei bunten Fäden unbedingt länger als 110 cm zu. Bei mir war's nämlich am Ende ziemlich knapp.


Damit meine Sommer-Armbändchen-Linkparty nun nicht sang- und klanglos, sondern mit einem ordentlichen RUMS zu Ende geht, habe ich eine Überraschung für euch: Es gibt eine Verlosung! Für mich eine riesengroße Freude, denn eine Verlosung wollte ich schon immer mal machen. *hüpf* Als Dankeschön für's Mitmachen verlose ich unter allen Teilnehmern, die bis zum Sonntag, 22.9.2013, 10:55 Uhr ihre Armbänder bei mir verlinken, drei liebevoll geschnürte Pakete.


Jedes Set enthält einen Fat Quarter eines Lieblingsstoffs aus meinem Stoffschrank, ein Stück Lieblingswebband und zwei silberfarbene Anhänger - für geknüpfte Armbänder, als Taschenanhänger oder was euch sonst so einfällt. Ich würde mich sehr freuen, irgendwann auf euren Blogs zu sehen, was ihr aus den Materialien gezaubert habt.


Zu den Regeln: In den Lostopf wandern nicht die Teilnehmernamen, sondern die Links. Das bedeutet, dass Bloggerinnen, die zweimal mitgemacht haben, auch eine doppelte Gewinnchance haben. Das erste Los, das gezogen wird, bekommt das erste Päckchen. Das zweite Los das zweite Päckchen, usw. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen, eine Barauszahlung nicht möglich. Die Losfee wird mein Mann spielen - korrekt, vertrauenswürdig, unbestechlich! *lach*


Wer einsteigen will... Zehn Tage ist die Linkparty (klick) noch geöffnet. Die Gewinner werden auf Facebook und natürlich hier auf dem Blog bekanntgegeben. Ich bin schon so gespannt... Und nun will ich mal schauen, ob es bei RUMS noch ein paar andere Armbänder gibt, die ganz laut rufen: "SOMMER, BLEIB!!!"

Dienstag, 10. September 2013

Donau-Radreise 1 - Zwei Piepmätze auf Zimmersuche


Urlaub sollte Kontrastprogramm zum Alltag sein, habe ich vor kurzem in einem Magazin gelesen. Leuchtet mir ein: Wer körperlich schwer schuftet, hat sich einen Verwöhnurlaub mit viel Ruhe und Entspannung verdient. Leute, die tagtäglich im Büro auf ihren Hintern sitzen und geistiger Arbeit nachgehen, brauchen im Urlaub eher Action und Abenteuer.

Wir gehören zur zweiten Gruppe. Als Sitzarbeiter haben wir im Urlaub das große Bedürfnis, viel draußen an der frischen Luft zu sein. Wir wollen uns bewegen und gehen deshalb gerne Radfahren, Wandern oder Geocachen. Auszeit vom Alltag bedeutet für uns auch: Weg von Terminen, weg von To-do-Listen und ständiger Erreichbarkeit! Keine verplanten Tage, bitte!


Deshalb machten wir uns auch keinen großen Kopf darüber, wo wir auf unserer Donau-Radreise übernachten werden. Außer der ersten Unterkunft hatten wir nichts gebucht. Wir verließen uns darauf, dass wir jeden Tag spontan ein Zimmer finden würden. Dabei helfen sollte das Bett&Bike-Verzeichnis, das im selbst genähten Piepmatz-Organizer mit Klettverschluss verstaut wurde.


So ein Organizer ist wirklich Gold wert! Man hat einfach immer alles ordentlich beisammen: Notizheft, Radwegkarte, Reiseführer, Tourismus-Prospekte, Ansichtskarten, Eintrittsbelege und was sich sonst so im Urlaub ansammelt und zur Erinnerung aufbewahrt werden möchte. Ich brauchte unbedingt solch einen Organizer für unsere Radtour. Das war klar!

Weil aber vor dem Urlaub nur wenig Zeit zum Nähen war, entschied ich mich gegen feine Stöffchen, Webband und Applikationen und für den robusten, schwedischen Piepmatz-Stoff, der ohne Verstärkung auskommt und fix vernäht war. Trotzdem wurde der Organizer erst am späten Abend vor der Abreise fertig... Wenn Frauen sich mal was in den Kopf gesetzt haben. *lach*


Nach 60 Kilometern auf dem Fahrrad war uns die Ausstattung der Hotelzimmer relativ schnuppe. Hauptsache sauber, ordentlich, mit Dusche und einem Bett, um die müden Radlerbeine auszustrecken. Hach, es ist einfach großartig, nach körperlicher Anstrengung und dem Verputzen einer wagenradgroßen Pizza todmüde ins Bett zu fallen. Da weiß man, was man geschafft hat.


Am Anfang unserer Reise ließen wir es darauf ankommen und suchten uns immer erst vor Ort ein Zimmer. Nach der Erfahrung jedoch, dass auch Hotels Ruhetage haben und Großveranstaltungen wie die Gartenschau in Sigmaringen das Zimmerangebot erheblich einschränken können, gingen wir dazu über, am späten Nachmittag, wenn klar war, wie weit wir kommen würden, von unterwegs anzurufen und eine Unterkunft klarzumachen.

Der Vorteil dieser Herangehensweise ist eine sichere Bleibe und weniger Lauferei vor Ort. Der Nachteil kann sein, dass das kleine Foto im Bett&Bike-Verzeichnis aus einem extrem guten Winkel aufgenommen wurde und man sich versehentlich in eine üble Spelunke eingemietet hat. *lach* Das ist uns allerdings nie passiert. In Tuttlingen durften wir sogar einmal bei den Garnis übernachten. *zwinker*


Noch konnten wir auf feste Unterkünfte und weiche Betten zählen und mussten keine Nacht auf der Parkbank verbringen, aber ob das auch so bleiben wird? Wie wird das in Rumänien oder Bulgarien aussehen? Schließlich ist unsere Donau-Radtour längst nicht beendet, sondern nur unterbrochen, und das große Ziel, das Schwarze Meer, steht mehr denn je vor unserem träumenden Auge. Vielleicht werden wir dann Zelt, Isomatten, Schlafsäcke und Campingkocher mitnehmen müssen. Oh je, wie sollen wir das alles auf die Räder packen?...

Bevor ich mich daran mache, den nächsten kleinen Bericht von unserem Donau-Abenteuer zu verfassen, fliegt mein Piepmatz-Organizer geschwind zum Creadienstag rüber und gesellt sich dort zu den Werken anderer kreativer Vögel.

Donnerstag, 5. September 2013

Birne Helene mit Propeller

Nicht nur Schiffe und Wettertiefs werden gerne nach Frauen benannt, auch Taschen haben oft weibliche Namen. Da gibt es die Wendy, die Polly und Florabella, Marie und Anna, Juniz, Gretelies und viele mehr. Als gute Freundinnen an unserer Seite transportieren sie all unseren lebenswichtigen Kleinkram, vom Portemonnaie und Handy über den Notfall-Schokoriegel bis zum Pixibuch und Schnuller.

Die Umhängetasche, die ich euch heute vorstellen möchte, zog als "Schultertasche Halbmond" in meine Schnittmustersammlung ein. Klar, dass der Name nicht  bleiben konnte; ein anständiger musste her. Wegen des Birnenstoffs wurde es: Helene. 


Helene und ich, das war keine Liebe auf den ersten Blick. Das Nähen war katastrophal, da ich gleich am Anfang der Anleitung nur Bahnhof verstand und mir meinen eigenen Reim auf die Vorgehensweise machen musste. Als dann die Schwierigkeiten auftauchten, war mir schlagartig klar, wie es wohl auf Seite 9 gemeint war. Ich hatte einfach nicht kapiert, dass der Reißverschluss nicht über die komplette Länge angenäht wird, sondern nur auf ein Teilstück. Ein Rattenschwanz an Folgeproblemen musste bewältigt werden.


Es entstand eine Helene mit Schönheitsfehlern, besonders am Träger. Weil das Birnenmuster auf einer Seite des Trägers sehr unschön durchbrochen ist, habe ich mir sogar angewöhnt, sie immer links zu tragen - völlig gegen meine Natur! Der Träger ist für meinen Geschmack auch zu kurz, definitiv viel zu weit unten angenäht,... Ach! Ich sag ja: katastrophal! *lach*


Aber genug gemosert! Denn auf unserer Donau-Radreise war die Birne Helene eine sehr unkomplizierte, freundliche Begleiterin, die keinen Mucks von sich gab, selbst wenn wir sie noch so vollstopften, zusammenknäulten und mit streng riechender Salami in die Fahrradpacktaschen steckten. Nicht mal, als sie ein paar Fahrradöl-Flecken abbekam, hat sie gequiekt. Da hätte ich Anna mal erleben wollen! *lach* Und deshalb mag ich sie jetzt doch ganz gerne, die unperfekte Helene, und stelle sie gerne den RUMS-Weibern vor. 

Dienstag, 3. September 2013

Pimp my bike (1)

Hallo ihr Lieben! Nach zweiwöchiger Urlaubspause melde ich mich zurück. Gut erholt, mit vielen Eindrücken von unserer Donau-Radreise im Gepäck und definitiv mehr Beinmuskeln als vorher, freue ich mich sehr, wieder da zu sein. Ich habe die blogfreie Zeit sehr genossen, aber nun reicht's auch! Nun will ich wieder loslegen und euch all die Sachen zeigen, die ich noch vor dem Urlaub genäht habe. Außerdem kribbelt es natürlich in den Fingern, ein bisschen von unserer Fahrradtour zu berichten.


Bevor ich damit anfange, möchte ich euch heute erst mal meinen Reisegefährten vorstellen: Mein Fiets, das mich und  10 Kilo Gepäck 370 Kilometer von St. Georgen bis nach Donauwörth brachte. Ja, mein Trekking-Bike... Ich muss gestehen, seit einiger Zeit habe ich ein etwas gespaltenes Verhältnis zu ihm. Nicht dass ihr mich falsch versteht. Ich liebe mein Fahrrad schon sehr. Es fährt sich toll, ist dank seines Alurahmens federleicht, hat einen saubequemen Sattel und bringt mich im ersten von 27 Gängen fast jeden Hügel hinauf. ABER... *seufz* Und jetzt kommt das große ABER! ... Es ist NICHT GRÜN! *heul*


Als ich es kaufte, war mir die Farbe schnurzpiepegal. Dieses eine Fahrrad, das sich fährt wie Butter und perfekt zu meiner Körperhaltung passt, sollte es sein. Ich wollte nicht den halben Sommer lang auf die Lieferung eines farbenfroheren Exemplars warten. Nun ist aber vor drei Monaten mein grünes Blogbaby auf die Welt gekommen, und seitdem haftet diesem Superfahrrad der Makel an, dass es nicht die richtige Farbe hat.


Was soll ich da bloß machen?... Ich mag mich nicht damit abfinden und habe deshalb beschlossen, mein silbergraues Fiets in ein froschgrünes zu verwandeln. Weil Küssen leider nicht den erwünschten Effekt brachte, habe ich die Häkelnadel herausgeholt und angefangen, ein grünes Gewand im Donauwellen-Muster zu häkeln. Leider bin ich vermutlich die langsamste Häklerin der Welt... Wenn ihr im Guinessbuch der Rekorde unter dieser Rubrik nachschaut, findet ihr garantiert ein Foto von mir. *lach* Ist mir unbegreiflich, wie die liebe Contadina diese fantastische Decke in weniger als 5 Jahren zu Ende häkeln konnte.

Nun ja, es wird also noch eine ganze Weile dauern, bis mein Fiets halbwegs grün aussieht. Ob das Bekleben mit Masking Tape vielleicht die bessere Idee wäre? Was meint ihr? Habt ihr Erfahrungen mit Umlackieren?... Ich bin für jeden Tipp dankbar. Mal schauen, ob ich bei den Kreativen des Creadienstags Anregungen finde.  

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Nachtrag: Zwei Wochen weg und schon ist mir entfallen, dass es ja auch noch die HäkelLiebe gibt. Da wandert mein kleines Donauwellen-Fahrrad-Jäckchen nun auch noch hin.